15. 06. 2003
 
Welpenübernahme
 

Hallo Ihr Lieben,
nun will ich mal versuchen, das ereignisreiche Wochenende der Welpenübernahme zu beschreiben *schwitz erst mal*.
Am Freitag, den 18.07.2003 ging's früh morgens um 7:00 Uhr los, ab ins Auto und auf die Autobahn Richtung Sachsen-Anhalt. Erste Station Quedlinburg, Welterbestadt. Ein Städtchen mit wunderschönen Fachwerkhäusern. Der große Chip meiner Digi-Cam hatte mit 95 Bildern nicht genug Fassungsvermögen, er war innerhalb weniger Stunden voll. Den zweiten, kleineren Chip wollte ich mir für den Tag der Welpenübernahme aufheben, also keine weiteren Bilder von Quedlinburg *seufz*. Muss ich halt mit den 95 Stück zufrieden sein.
Am nächsten Tag ging’s dann um 8:30 Uhr weiter, noch eine Stunde bis zum Zielort, dachten wir. Da haben wir aber nicht mit den tausend Umleitungen gerechnet, die uns an allen Ecken und Enden überraschten. So sind wir dann erst um 10:05 Uhr am Treffpunkt angekommen, 5 Minuten Verspätung. War aber nicht so schlimm, weil die Anderen haben auf uns gewartet. So sind sie, die Hundefreunde :-). Etliche hatten ihre älteren Hunde mitgebracht. So ging es mit ca. 15 Menschen und 8 Hunden in die Gastwirtschaft. Der Kellner bekam einen Schweißausbruch beim Anblick der Hunde, ließ sich aber durch ihr liebes Wesen überzeugen. Nun folgte ein 2-stündiger Vortrag des Zuchtwartes und einer angehenden Zuchtwartin, bei dem viele Fragen gestellt wurden und soviel Informationen rüber kamen, dass mir fast der Kopf schwirrte. Uff, wie soll ich das nur alles behalten?
Dann gab's Mittagessen und anschließend Fahrt zur Züchterin. Erfrischung, Kaffee, Kuchen, Vertrag unterzeichnen, bezahlen und dann kam der für die Welpenkäufer glückliche und die Züchterin traurige Augenblick der Welpenübergabe. Es sind viele Tränen geflossen *schnief*.
Um 15:15 Uhr dann Abfahrt. Ich saß auf der Rückbank hinter dem Beifahrersitz, Finn lag auf meinem Schoß, unter sich eine alte Decke, die nach Mama und Geschwisterchen roch. So ging's dann also durch die Hitze *schwitz, hechel* in Richtung NRW. 4 1/2 Stunden haben wir gebraucht, absoluter Rekord. Nur eine Pause, weil Finn keine Anzeichen machte, mal zu müssen. In dieser Pause habe ich ihn dann mal ins Grüne gesetzt, aber er hat mich nur angeschaut, als wollte er sagen *und? Was soll das jetzt?* Nach 10 Minuten Sitzen und Gucken hab' ich ihn dann auf den Schoß genommen und geknuddelt und dann lief es, alles auf meine Jeans, lach. *Dumm gelaufen*. Ok, Jeans musste eh in die Wäsche, war sowieso durchgeschwitzt.
Zuhause angekommen, wurde erst einmal die Wohnung erkundet. Die beiden Katzen haben nicht schlecht gestaunt, was da so frech durch ihr Revier lief. Erst mal Buckel machen, ein wenig fauchen und dann höhere Gefilde aufsuchen, die eine aufs Hochbett, die andere auf den Kratzbaum. Gucken wir uns den komischen Störenfried erst mal von oben an. Und was macht Finn? Er rennt hin und blafft sie an, aber nur halbherzig, denn eigentlich hat er schon Schiss vor diesen fauchenden Dingern. Die sind so ganz anders, als die Katzen, die er bei Mama kennen gelernt hat.
Die erste Mahlzeit im neuen Heim schmeckt ganz vorzüglich, hat die Züchterin ja auch noch mitgegeben. Später dann der erste Spaziergang. Erst mal umgucken, was hier überall so abgeht.
Die erste Nacht wird für alle unruhig. Finn weint zwar kaum, aber er findet keine rechte Ruhe, alles ist so neu, riecht so anders, keine Mama da, keine Geschwister da.
Morgens um 5:30 Uhr erst mal mit Finn auf die Wiese. Der macht sein Häufchen und was noch so dazu gehört. Wieder nach Hause. Ich bin so müde, dass ich mich noch mal ins Bett lege. Finn legt sich davor. Um 8:00 Uhr wache ich erst wieder auf. Aus dem Kinderzimmer schreit es: "Finn hat auf den Teppich gepisst und gekackt" Ah ja, wäre ja auch zu schön gewesen. Wunschvorstellung über Bord geworfen. Teppich sauber machen. Im Laufe des Tages kommen noch einige Pfützen dazu. Die Häufchen allerdings werden auf der Wiese erledigt. Schon mal was, lach. Züchterin angerufen und gefragt, woran merke ich, dass Finn mal muss? Sie sagt er fiept und schnuppert einige Zeit am Boden. Also Finn unter Dauerbeobachtung. Oh er schnuppert einmal, aber er fiept nicht, alles ok, nein Pustekuchen, da ist die Pfütze schon. Mir steht der Schweiß auf der Stirn. Finn fiept nicht, er schnuppert einmal und pinkelt dann sofort. Keine Chance für mich. Also immer laut *Nein* rufen, wenn er wieder schneller ist als ich.
Die Nacht war wieder ok. Diesmal kein Haufen in der Wohnung. Um 5:45 Uhr auf die Wiese, alles verläuft zur Zufriedenheit. Wieder nach Hause. Gegen 8:00 Uhr mit der Wäsche und Finn in den Keller zur Waschmaschine. Es gibt einiges zu waschen. Finn schnuppert, Finn fiept nicht, Finn kackt. Nein Finn, doch nicht in den Keller. Schnell wegmachen, bevor eine Nachbarin auftaucht. Erst mal wieder Finn an die Leine, Gassi gehen. Er muss nicht mehr, wie auch, hat er ja im Keller erledigt. Nach dem Spaziergang erst mal PC anwerfen. Finn schnuppert, Finn fiept nicht, Finn pinkelt, direkt vor dem PC auf den Teppich. Finn hättest Du das nicht eben draußen erledigen können? Also wieder Teppich saubermachen. So sieht's nun aus. Zum Glück sind die Teppiche schon alt, da ist es nicht mehr so schlimm, da haben schon Karnickel drauf gepinkelt und Katzen drauf gekotzt. Da hält der Teppich auch noch die Pipi von Finn aus. Es ist eh bald Renovieren angesagt. Bis dahin wird der kleine Racker wohl stubenrein sein :-).
 
21.07.2003 C.F