|
Hallo Ihr
Lieben,
nun will ich mal versuchen, das ereignisreiche Wochenende der
Welpenübernahme zu beschreiben *schwitz erst mal*.
Am Freitag, den 18.07.2003 ging's früh morgens um 7:00 Uhr los, ab ins
Auto und auf die Autobahn Richtung Sachsen-Anhalt. Erste Station
Quedlinburg, Welterbestadt. Ein Städtchen mit wunderschönen
Fachwerkhäusern. Der große Chip meiner Digi-Cam hatte mit 95 Bildern
nicht genug Fassungsvermögen, er war innerhalb weniger Stunden voll.
Den zweiten, kleineren Chip wollte ich mir für den Tag der
Welpenübernahme aufheben, also keine weiteren Bilder von Quedlinburg
*seufz*. Muss ich halt mit den 95 Stück zufrieden sein.
Am nächsten Tag ging’s dann um 8:30 Uhr weiter, noch eine Stunde bis
zum Zielort, dachten wir. Da haben wir aber nicht mit den tausend
Umleitungen gerechnet, die uns an allen Ecken und Enden überraschten.
So sind wir dann erst um 10:05 Uhr am Treffpunkt angekommen, 5 Minuten
Verspätung. War aber nicht so schlimm, weil die Anderen haben auf uns
gewartet. So sind sie, die Hundefreunde :-). Etliche hatten ihre
älteren Hunde mitgebracht. So ging es mit ca. 15 Menschen und 8 Hunden
in die Gastwirtschaft. Der Kellner bekam einen Schweißausbruch beim
Anblick der Hunde, ließ sich aber durch ihr liebes Wesen überzeugen.
Nun folgte ein 2-stündiger Vortrag des Zuchtwartes und einer
angehenden Zuchtwartin, bei dem viele Fragen gestellt wurden und
soviel Informationen rüber kamen, dass mir fast der Kopf schwirrte.
Uff, wie soll ich das nur alles behalten?
Dann gab's Mittagessen und anschließend Fahrt zur Züchterin.
Erfrischung, Kaffee, Kuchen, Vertrag unterzeichnen, bezahlen und dann
kam der für die Welpenkäufer glückliche und die Züchterin traurige
Augenblick der Welpenübergabe. Es sind viele Tränen geflossen
*schnief*.
Um 15:15 Uhr dann Abfahrt. Ich saß auf der Rückbank hinter dem
Beifahrersitz, Finn lag auf meinem Schoß, unter sich eine alte Decke,
die nach Mama und Geschwisterchen roch. So ging's dann also durch die
Hitze *schwitz, hechel* in Richtung NRW. 4 1/2 Stunden haben wir
gebraucht, absoluter Rekord. Nur eine Pause, weil Finn keine Anzeichen
machte, mal zu müssen. In dieser Pause habe ich ihn dann mal ins Grüne
gesetzt, aber er hat mich nur angeschaut, als wollte er sagen *und?
Was soll das jetzt?* Nach 10 Minuten Sitzen und Gucken hab' ich ihn
dann auf den Schoß genommen und geknuddelt und dann lief es, alles auf
meine Jeans, lach. *Dumm gelaufen*. Ok, Jeans musste eh in die Wäsche,
war sowieso durchgeschwitzt.
Zuhause angekommen, wurde erst einmal die Wohnung erkundet. Die beiden
Katzen haben nicht schlecht gestaunt, was da so frech durch ihr Revier
lief. Erst mal Buckel machen, ein wenig fauchen und dann höhere
Gefilde aufsuchen, die eine aufs Hochbett, die andere auf den
Kratzbaum. Gucken wir uns den komischen Störenfried erst mal von oben
an. Und was macht Finn? Er rennt hin und blafft sie an, aber nur
halbherzig, denn eigentlich hat er schon Schiss vor diesen fauchenden
Dingern. Die sind so ganz anders, als die Katzen, die er bei Mama
kennen gelernt hat.
Die erste Mahlzeit im neuen Heim schmeckt ganz vorzüglich, hat die
Züchterin ja auch noch mitgegeben. Später dann der erste Spaziergang.
Erst mal umgucken, was hier überall so abgeht.
Die erste Nacht wird für alle unruhig. Finn weint zwar kaum, aber er
findet keine rechte Ruhe, alles ist so neu, riecht so anders, keine
Mama da, keine Geschwister da.
Morgens um 5:30 Uhr erst mal mit Finn auf die Wiese. Der macht sein
Häufchen und was noch so dazu gehört. Wieder nach Hause. Ich bin so
müde, dass ich mich noch mal ins Bett lege. Finn legt sich davor. Um
8:00 Uhr wache ich erst wieder auf. Aus dem Kinderzimmer schreit es:
"Finn hat auf den Teppich gepisst und gekackt" Ah ja, wäre ja auch zu
schön gewesen. Wunschvorstellung über Bord geworfen. Teppich sauber
machen. Im Laufe des Tages kommen noch einige Pfützen dazu. Die
Häufchen allerdings werden auf der Wiese erledigt. Schon mal was,
lach. Züchterin angerufen und gefragt, woran merke ich, dass Finn mal
muss? Sie sagt er fiept und schnuppert einige Zeit am Boden. Also Finn
unter Dauerbeobachtung. Oh er schnuppert einmal, aber er fiept nicht,
alles ok, nein Pustekuchen, da ist die Pfütze schon. Mir steht der
Schweiß auf der Stirn. Finn fiept nicht, er schnuppert einmal und
pinkelt dann sofort. Keine Chance für mich. Also immer laut *Nein*
rufen, wenn er wieder schneller ist als ich.
Die Nacht war wieder ok. Diesmal kein Haufen in der Wohnung. Um 5:45
Uhr auf die Wiese, alles verläuft zur Zufriedenheit. Wieder nach
Hause. Gegen 8:00 Uhr mit der Wäsche und Finn in den Keller zur
Waschmaschine. Es gibt einiges zu waschen. Finn schnuppert, Finn fiept
nicht, Finn kackt. Nein Finn, doch nicht in den Keller. Schnell
wegmachen, bevor eine Nachbarin auftaucht. Erst mal wieder Finn an die
Leine, Gassi gehen. Er muss nicht mehr, wie auch, hat er ja im Keller
erledigt. Nach dem Spaziergang erst mal PC anwerfen. Finn schnuppert,
Finn fiept nicht, Finn pinkelt, direkt vor dem PC auf den Teppich.
Finn hättest Du das nicht eben draußen erledigen können? Also wieder
Teppich saubermachen. So sieht's nun aus. Zum Glück sind die Teppiche
schon alt, da ist es nicht mehr so schlimm, da haben schon Karnickel
drauf gepinkelt und Katzen drauf gekotzt. Da hält der Teppich auch
noch die Pipi von Finn aus. Es ist eh bald Renovieren angesagt. Bis
dahin wird der kleine Racker wohl stubenrein sein :-).
21.07.2003 C.F
|